Dr. Herbert Koerner                
Ingenieur - Arzt - Weltumsegler

Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit,
das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut.
Perikles
 

Wasserfreuden

1954: Schon als Kind (2. von links) war meine Welt das “Nasse Element“.

Wasserfall der Lahn, Foto: Privat








Fernweh und Abenteuerlust

1958: Ich musterte als Moses auf der MARGA einem alten „Kakerlakendampfer“ der Reederei: Willy.H. Schliecker/ Hamburg. an. Route: Hamburg – Fowey – Philadelphia – Tampa.FL. – Rotterdam
Die MARGA wurde 1942 von einer Wassermine getroffen und sank, bis er 1946 gehoben und wieder flott gemacht wurde.

Dampfer MARGA, Foto: RAUL MAYA MONTEVIDEO (WLB Stuttgart)


Einsicht...

1959: Schnell begriff ich, dass man ohne Ausbildung in der Hierarchie immer einen der letzten Plätze belegt. Mit einer Lehre auf der Stülcken-Werft in Hamburg, heute das Gelände des Musicaltheaters, begann meine Berufslaufbahn, die sich im Ingenieurstudium fortsetzte.

STÜLCKEN-WERFT- HAMBURG,  Foto: Ingo Becker-Kavan



Hautnah erlebt…

1962: STURMFLUT HAMBURG 

HAMBURG-WILHELMSBURG 1962, Fährstrasse

Foto Gerhard Pietsch












Auf großer Fahrt

1963: In den Semesterferien während des Ingenieurstudiums verwirklichte ich weiterhin den „Traum von der großen Fahrt“. Nun nicht mehr als Moses, sondern als Ingenieurassistent auf der „URSULA RICKMERS“, der Rickmers-Linie-Hamburg.
Route: Hamburg – Suezkanal – Port Sudan – Djibouti – Sabang – Shanghai – Dairen – Bankog - Durazzo – Amsterdam
MS URSULA  RICKMERS,  m. f. Gen. Rickmers- Linie  Foto: Hermann Schüter



Im Indischen Ozean nahmen wir Schiffbrüchige auf. Einige von Ihnen waren wegen des akuten Trinkwassermangels bereits tot oder starben an Bord. Die Leichen mussten vor dem Einlaufen in Sabang ins Meer geworfen werden. Eine schockierende Erfahrung.

MS URSULA  RICKMERS, Schiffbrüchige im Indischen Ozean, Fotos: privat



Auf großer Fahrt

1967: Und wieder in den Semesterferien auf dem „Bananenjäger“ MS PEKARI, der Reederei F. LAEISZ- Hamburg angeheuert.
Route: Hamburg – Panama – Guayaquil – Hamburg

MS PEKARI, Foto: m. f. Gen. Reederei F. LAEISZ




HAFENWACHE

1968: Weihnachten und Silvester Maschinenwache auf der
MS PAUL RICKMERS am
Dock 2 im Hamburger Hafen


MS PAUL RICKMERS
Hamburg Hafen am Dock 2, Foto: m. f. Gen. Kai. Petersen







Auf großer Fahrt 

1969: Auf dem “Musikdampfer” MS CAP SAN DIEGO, der1969: Auf dem “Musikdampfer” MS CAP SAN DIEGO, der
Reederei Hamburg-Süd angeheuert.
Route: Hamburg – Recife – Montevideo – Buenos Aires – Hamburg 

Die Cap San Diego liegt heute als fahrtüchtiges Museumsschiff im Hamburger Hafen.
Foto: Vanessa von Manowski Nok-Schiffsbilder.de
Liegeplatz Überseebrücke



Auf letzter großer Fahrt
1969: Auf TTS CAPRELLA, der Reederei: Deutsche Shell-Tanker-GmbH- Hamburg angeheuert. Route: Boston – Teesport (Engl.)
Im Angestelltenverhältnis konnte man schwer die Welt entdecken. Sobald die Schiffe einen Hafen erreicht hatten, mussten die Ingenieurassistenten unter Deck, um neben der Maschinenwache zusätzlich angefallene Wartungsarbeiten auszuführen. Damals schwor ich mir, nur als Eigner wieder auf die Weltmeere zu starten.
TTS Caprella „Alle Panzerschotten kontrollieren!“, Foto: m. f. Gen. Heinz Team Nok- Schiffsbilder.de
















Der Traum

Meine Freizeitunternehmungen beförderten den Traum vom eigenen Boot. Doch die finanziellen Mittel fehlten…

Auf dem Edersee, Foto: privat





Pech gehabt
1972 kaufte ich mir in Almelo mein erstes „Wasserfahrzeug“, eine gelbe Windsurfbanane, der Firma Ten Cate. Nun war ich immerhin schon „Bügelbrettkapitän“. Meine Surfversuche auf dem Rhein endeten mit einem R(h)einfall. Die weichen PE-Planken der Surfbanane bekamen Dellen, das Material löste sich in kurzer Zeit auf. Die Fa. Ten Cate tauschte das Brett, allerdings mit Aufpreis, gegen ein stabiles Windsurfing Brett aus den USA.  Doch vom Surfbrett zur eigenen Yacht war es ein weiter Weg. Das Medizinstudium brachte mich zunächst zwangsläufig auf andere Gedanken.
WINDSURFING Griechenland/Korfu, Foto privat



Glück gehabt

Auszug aus dem Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte 1978/79







Der Spaziergänger war ich.
Der Fund erfüllte mir früher als gedacht den Traum vom eigenen Boot.






AUREUS SEPTIMIUS SEVERUS

Aus Dankbarkeit taufte ich alle Boote, die ich später als Eigner segelte, auf den Namen SEPTIMIUS SEVERUS.


Gekauft

Septimius Severus ermöglichte mir noch als Medizinstudent das erste eigene Segelboot, eine DELANTA 76 der Firma Dehler
SEPTIMIUS SEVERUS I, Griechenland, Foto: privat



Vergrößert

Mein nächstes Boot, eine OPTIMA 98, übernahm ich vom Vorbesitzer, dem Bootsbauer Willi Dehler.
SEPTIMIUS SEVERUS II, Ligurisches Meer, Foto: privat



Gestartet

Im September 1992 begann das Abenteuer Weltumsegelung auf einer NAUTICAT 43, einem optimalen Fahrtensegler. Gestartet, um mich den Heilmethoden von Naturvölkern anzunähern, machte ich auch Bekanntschaft mit den Albträumen eines Skippers: "Mann über Bord" auf offener See, Piraten im Nordjemen kapern die Yacht und im Hurrikan „Keli“ vor den Fiji-Inseln.
SEPTIMIUS SEVERUS III, Fotos: privat



Gefroren
Nach sechsjähriger Fahrt über die Weltmeere, tauschte ich die NAUTICAT 43 gegen eine COMETONE 11, die am Steg des Dahme-Jacht-Clubs Berlin/Schmöckwitz ihren Heimathafen fand. Doch auch in den Wintermonaten wollte ich das Gefühl von „einer Hand breit Wasser unter dem Kiel“ nicht missen und baute eine Enteisungsanlage, die das Liegen im Wasser während der kalten Jahreszeit ermöglichte.
SEPTIMIUS SEVERUS IV
Berlin, Dahme-Yachtclub, Seddinsee, Foto: privat



Gefangen

BLACK MARLIN, Mexico, Cabo San Luka, Foto: privat

Gelegentlich zieht es mich schon auf die Weiten der Ozeane, wie 2007 auf einer Hochseeangeltour vor Mexiko.
Doch den Fang, einen Black Marlin, entließ ich wieder in die Freiheit.
Der Sailfish, der schnellste Fisch der Ozeane (110 Km/h!), war ein Forschungsobjekt auf meiner Weltumsegelung und gab u. a. einen Denkanstoß für das PILSGLASEXPERIMENT.
SAILFISH, Mexico/Cabo San Luka, Foto: privat


Geforscht

Nach der Eröffnung meiner Praxis für Orthopädie in Berlin galt meine Neugierde nicht mehr dem Meerwasser, sondern dem Beckenwasser, um über das Auftriebs- und Ortungsverhalten von Leistungsschwimmern zu forschen.

Weltcup 2004, Berlin, Foto: privat

Die Erkenntnisse dieser Forschung legten den Grundstein für unzählige Versuchsanordnungen zu dem 2005 veröffentlichten „Pilsglasexperiment".

Eine der ersten Versuchsanordnungen


Der Inhalt dieser Seiten wird laufend ergänzt. Vielen Dank für Ihr Interesse!