Schwimmforschung

Angewandte Humankybernetik bei sportmedizinischer und sportpsychologischer Betreuung

Jahrzehnte hatte das Mentale in der Sportwissenschaft einen zwiespältigen Ruf. Seit die psychische Instabilität von Hochleistungssportlern zunehmend bekannt gemacht wird, verstärkt sich der Ruf nach sportpsychologischer Betreuung. Langsam wagt man sich in diesen Bereich und man spricht sogar davon, dass die öffentliche Sensibilisierung für den Wert des Mentalen die größte sportkulturelle Errungenschaft der vergangenen Jahre sei. Sportpsychologen gelten heute in einigen Fachsparten als unentbehrlicher Bereich professioneller Betreuung. Einige Nationen im Hochleistungsbereich Schwimmen stehen beispielhaft für eine optimale Teamzusammensetzung. Hier gehören neben den Trainern und Physiotherapeuten eben auch Mediziner, Sportpsychologen, Biophysiker und Ernährungswissenschaftler zum ständigen Betreuerteam.
Ein ausgewogenes Umfeld und beste Trainingsbedingungen sind die Voraussetzung für Leistungsstärke und innere Balance. Die Ursachen von psychosomatischen Beschwerden werden aber zu oft durch „sportlichen Erfolgsdruck" pauschalisiert.

Medizinische Betreuung im Hochleistungsbereich Schwimmen unter humankybernetischen Aspekten


Im Jahre 2000 begann in Berlin meine Zusammenarbeit mit Bundestrainerin/ Jugend Dipl. päd. Beate Ludewig und ihrer damaligen Trainingsgruppe. Da die atlasmedizinische Behandlung der Sportler mit einer schlagartigen Leistungssteigerung einherging, interessierte uns die Beweisbarkeit dieser Ergebnisse. Als Nachweis bot sich die Laktatwertabnahme im Stufentest an.

Die im Verlauf eines Stufentestes immer wieder durchgeführten Messungen des Laktatgehaltes im Blut ergaben, dass der Laktatwert in Verbindung mit dem TBS-IMPULS nicht wie üblich unter Belastung anstieg, sondern sich deutlich verlangsamte. Die Sportler wurden über einen Zeitraum von 12 Monaten im Training und vor den Wettkämpfen behandelt. Es bestätigte sich sowohl beim Stufentest (Laktatwert), als auch bei der visuellen Beurteilung eine deutliche Steigerung der Leistungsreserven, was auch dem Empfinden der Sportler entsprach. Die im Verlauf eines Stufentestes ohnehin immer wieder durchgeführten Messungen des Laktatgehaltes im Blut ergaben, dass sich bei den behandelten Sportlern nach dem TBS-Impuls der Laktatanstieg im Blut deutlich verlangsamte.

 

Eine Leistungssteigerung über den TBS-Impuls ist natürlich nur erforderlich, wenn die biokybernetischen Führungsgrößen nicht optimal eingestellt sind.

Beate Ludewig und Dr.Koerner
werten einen Stufentest aus

 

Wie funktioniert ein Laktattest?

 

Beim Ausdauersport werden vom Körper Fett und Kohlehydrate(Traubenzucker) verbrannt, um Energie zu gewinnen. Der eingeatmete Sauerstoff dient dazu die Kohlehydrate abzubauen. Je nach Trainingszustand muss der Körper ab einer bestimmten Belastung einen weiteren Stoffwechselweg benutzen, um den Energiehunger der beanspruchten Muskeln zu stillen. Bei diesem Weg wird Traubenzucker ohne Hilfe von Sauerstoff abgespalten. Es entsteht Laktat – sozusagen als Abfallprodukt. Je geringer die Ausdauerfähigkeit des Sportlers ist, desto früher steigt der Laktatwert. Beim Laktattest wird die Leistung stufenweise gesteigert. Um den Laktatwert zu bestimmen, wird bei jeder stufenweisen Leistungssteigerung aus dem Ohrläppchen Blut genommen. Es entsteht eine individuelle Leistungskurve.

 

Nachweis der Leistungsteigerung über die Laktatwertkontrolle nach dem TBS-Impuls (Temporary- Brain- Split).

Anke Scholz

Rücken- und Freistilspezialistin,
Zweite und Vierte bei den Olympischen
Spielen in Atlanta 1996,
Mehrfache Jugendeuropameisterin,
Deutsche Meisterin und Vizemeisterin

Philipp Kernchen

Mehrfacher Deutscher Jahrgangsmeister über 200 und 400m Lagen

Siehe:
TV-Laktattest
1:45 min

 

Eine Leistungssteigerung über den TBS-Impuls ist nur möglich, wenn die biokybernetischen Führungsgrößen nicht optimal eingestellt ist.

Medizinischer Hinweis: Die Anwendung des TBS-Impulses (der atlasmedizinischen Reflextherapie) im Hochleistungssport muss einer sportmedizinischen Kontrolle unterliegen, da hier die „Fluchtpotentiale" schlagartig freigesetzt werden und somit z.B. Sehnenansätze besonders gefährdet sind.

Dr. Klaus Rudolph (u.a. Lehrreferent Schwimmen im DSV) erwähnt unter „Atlasmedizin" in dem 2008 erschienenen LEXIKON des Schwimmtrainings den TBS-Impuls und die Laktatwertverschiebungen.

Das Computeranalyseverfahren Prognos unterstuetzt die Medizin aus biophysikalischer Sicht

Die bisherige Forschung in der klassischen Schulmedizin konzentriert sich vorwiegend auf die biomechanischen und biochemischen Vorgänge im Koerper, wenn also im fortgeschrittenen Stadium ein Organ röntgenologisch oder im Ultraschall beweisbar krank geworden ist, wenn sich Laborwerte verändert haben. Doch schon lange bevor es zu diesen eindeutigen Symptomen kommt, gibt es biophysikalische Störungen, die energetisch messbar sind. Im Institut für biomedizinische Probleme in Moskau wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Arzt und Kosmonauten
Dr. Valery Polyakov das System PROGNOZ erarbeitet. In einem Zeitraum von 16 Jahren entwickelte das 400 Wissenschaftler umfassende Team dieses völlig neue Messverfahren, ein Diagnose- und Therapiesystem auf der Basis der Traditionellen Chinesischen Medizin.
An den Anfangs- und Endpunkten der zwölfpaarigen Hauptmeridiane (Haende und Füße) werden Energiezustände bestimmt. Dieser Messprozess wird von 4 Mikrochips geregelt. Die drucklosen Messungen werden mit extrem niedrigem Strom durchgeführt. Auf dem gemessenen Akupunkturpunkt liegt die energetische Leistung konstant bei 455 Milliardstel Wattsekunden. Die Messdaten werden vom Computer interpretiert und verarbeitet. Die Grafik auf dem Bildschirm zeigt dann präzise, welche Meridiane den Normen entsprechen und welche zu wenig oder zu viel Energie enthalten.

Der Einsatz in der Schwimmforschung

Mit dem Computeranalysesystem Prognos kontrollierten wir die körpereigene Regulation der Sportler während der Trainingsphasen. Die gewonnenen Werte ergaben klare Aussagen zum Energiezustand und der damit verbundenen Belastbarkeit. Die Ergebnisse bestätigten die Trainerin in ihrer Methodik der individuell gestalteten Trainingszeiten für die Sportler und deren verschiedene Energiepotentiale.

Prognosmessung
Eine Prognosmessung während des Trainings

 

Abfall der Regulationsenergie und des Wasserauftriebes eines
Hochleistungsschwimmers während einer KLD
(Komplexen Leistungsdiagnostik) im Becken und Strömungskanal
(Leipzig, 2003)

Bei der Anwendung des Prognos-Systems wurde zunächst eine Basismessung durchgeführt, die den Sportler im Zustand der momentanen energetischen Selbstregulation zeigte. Das Auftriebsverhalten war zu diesem Zeitpunkt ausgeglichen. Die nachfolgenden Grafiken zeigen in einem Gesamtzeitraum von nur 90 Minuten den energetischen Abfall der körpereigenen Regulation und das im Verhältnis dazu stehende, stark abnehmende Auftriebsverhalten des Körpers.

Ursache: Im Meridiansystem kann es bei Leistungsdruck, Krankheit oder Stress zu Verschiebungen der Steuerenergie und damit zu Blockaden kommen. Durch die Blockade eines Meridians entstehen im dazugehörigen Organ Zellstörungen. Verdichten sich diese Störungen, bricht das positive Potential dieses Verbandes zusammen. Dieser Dauererregungszustand der Zellen führt zwangsläufig zu ihrem Absterben. Der Einsatz des Prognos-System ermöglicht es, Trainingsabläufe exakt zu überwachen, um so der Individualität und dem Energiepotential des Sportlers Rechnung zu tragen und dem Zellabbau entgegenzuwirken.

Energiegleichgewicht - 14.33Uhr

Energiemangel 27% - 15.19 Uhr

Energiemangel 33% -15.32 Uhr

Energiemangel 58% -15.55 Uhr,
nach dem Schwimmen im

Strömungskanal

 

Vergleichender humankybernetischer Einfluss des Mentalfaktors
beim Abfall der Regulationsenergie zweier Hochleistungsschwimmer
Berlin 17.Januar 2009

Die nachfolgenden Hautwiderstandsmessungen ergaben bei gleicher Leistungsvorgabe einen deutlich vermehrten Abfall der Regulationsenergie des Schwimmers S (auf 58%), im Gegensatz zum Schwimmer R (auf 33%).

Schwimmer S. (sensibel) Schwimmer R. (rational)

Energiegleichgewicht - 14.33Uhr

Energiemangel 16% -14.23 Uhr

Energiemangel 27% - 15.19 Uhr

Energiemangel 23% -15.07 Uhr

Energiemangel 33% -15.32 Uhr

Energiemangel 28% -15.22 Uhr

Energiemangel 58% -15.55 Uhr,
nach dem Schwimmen im

Strömungskanal

Energiemangel 33% -15.42 Uhr,
nach dem Schwimmen im Strömungskanal


Es war humankybernetisch zu entschlüsseln, wie weit der Mentalfaktor als Ausdruck einer positiven oder negativen Informationsverarbeitung die Leistung eines Schwimmers beeinflusst. In unserer Forschungsarbeit untersuchten wir vor allem die Beeinflussbarkeit von psychischer Stabilität und Leistungsfähigkeit. Die Ergebnisse der Wechselwirkungen zeigten, dass Information eine wesentliche Rolle spielt. Sowohl verbale, als auch nonverbale Informationen greifen ständig in die Regelkreise (Humankybernetik) des Körpers ein. 

 Es stellte sich die Frage, wie nimmt der Körper diese Informationen auf und wie verarbeitet er sie? Wie kann der Hochleistungssportler vor negativer Information geschützt werden, bzw. sich selbst schützen? Die Lösung dieser Problemfelder erfordert zunächst die Aufschlüsselung der Energiepotentiale des Sportlers. Hautwiderstandsmessungen machten es möglich, diese Potentiale zu bestimmen und den Ursachen von sensibilitäts- und krankheitsbedingten energetischen Schwankungen auf den Grund zu gehen.


Humankybernetische Mental-Balance

Ausgehend von einem gleichen Trainingsniveau beider Schwimmer, belegt der sensible Sportler (Schwimmer S) durch seine größeren Leistungsamplituden (min - max) ein stärkeres Leistungspotential und ist dadurch bei ausgewogener Mentalbalance in der Lage, eine optimale Leistungssteigerung abzurufen.

Diese Erkenntnisse der bilateralen Steuerung von Ortungsverhalten, Wasserauftrieb und Wasserwiderstand (cw-Faktor) unter einer Stresssituation, sind der entscheidende Faktor für eine Leistungssteigerung im mentalen Bereich. Die logische, humankybernetische Herangehensweise aller Funktionseinheiten des menschlichen Körpers ermöglicht ein neues trainingsmethodisches Feld.


Abweichungen von Ortungs- und Auftriebsverhalten
in einer Stresssituation
Berlin 7. Mai 2008

Die nachfolgenden Versuche, welche alle 2003 unter Leitung von Beate Ludewig in Berlin stattfanden, beschäftigen sich mit der bilateralen Asymmetrie des Körpers. Zu beweisen war, dass sich in Stresssituationen das Auftriebs- und Ortungsverhalten verändert. Zunächst wurde das aktuelle Auftriebsverhalten getestet. Schwimmer 1 (Abb. a) hat eine fast waagerechte Wasserlage. Das Auftriebsverhalten ist bei Schwimmer 2 (Abb. c) schon in der Ausgangssituation schwächer. Deutlich ist die tiefere Wasserlage zu erkennen.
Um das Ortungsverhalten zu analysieren, wurden die Sportler mit einer geschwärzten Brille in den Stresszustand des „Blindschwimmens" versetzt. Im Sprungbecken, also ohne Leinenmarkierung, war in Brustlage eine gedachte, gerade Schwimmstrecke zurückzulegen. Je länger der Weg des „Blindschwimmens" wurde, umso mehr verstärkte sich die bilaterale Asymmetrie des Körpers und somit die Schubkraft einer Körperseite (Abb. e). Nach dem Versuch wurde bei Schwimmer 1 ein wesentlich schwächeres Auftriebsverhalten festgestellt (Abbildung b). Bei Schwimmer 2 versetzte der Stresszustand des „Blindschwimmens" den Sportler nach der Wende in einen fast panischen Zustand, die asymmetrische Bilateralität des Körpers und die Schubkraft einer Körperseite verstärken sich stark (Abb. f) Der anschließende Test des Auftriebsverhaltens zeigt, dass der Sportler nicht mehr in der Lage ist, auf dem Wasser zu liegen, also eine Körperseite abkippt (Abbildung d).

Die Versuche könnten auch ein Beleg dafür sein, dass die Natur durch die Bilateralität des Körpers im Ortungsverhalten einen Überlebensmechanismus eingebaut hat. Im Verhältnis zum energetischen Niveau wird man in einem größeren oder kleineren Radius an den Ausgangspunkt zurückgeführt.

Schwimmer 1 Blindschwimmen

„Toter Mann“ –  Der Wasserauftrieb

in Rückenlage vor dem Blindschwimmen zeigt eine fast ausgeglichene Bilateralität, die linke Körperseite hat nur eine minimal tiefere Wasserlage. 

 

 

 

 

 

Blindschwimmen“ –  Leichtes Abweichen der gedachten Geraden vom Start bis zur Wende. Nach der Wende erhöht sich die Orientierungslosigkeit und der Stresszustand nimmt zu. Der Schwimmer driftet weit ab.

 

 

 

 

 

 

 

„Toter Mann“ – Der Wasserauftrieb

in Rückenlage nach dem Blindschwimmen, zeigt eine etwas tiefere Wasserlage und das leichte Abkippen der linken Körperseite.

Schwimmer 2 Blindschwimme

„Toter Mann“ – Der Wasserauftrieb

 in Rückenlage zeigt schon vor dem Blindschwimmen eine tiefere Wasserlage des gesamten Körpers und das deutliche Absinken der rechten Körperseite.

 

 

„Blindschwimmen“ –  Verstärktes Abweichen der gedachten Geraden vom Start bis zur Wende. Nach der Wende erhöht sich die Orientierungslosigkeit massiv und der Stresszustand wird zur Panik. Der Schwimmer driftet so weit von der gedachten Geraden ab, dass er in einem kleinen Radius an den Wende- punkt zurückkommen würde.

 

 

 

 

„Toter Mann“ – Der Wasserauftrieb

in Rückenlage nach dem Blindschwimmen ist nicht mehr gegeben, die rechte Körperseite kippt ab.

Diese Versuchsreihe wurde bereits 2003 mit Frau Dipl. päd. Beate Ludewig und ihrer Trainingsgruppe im Europasportpark Berlin durchgeführt. Nach einer fünfjährigen Beweisführung in der Trainingspraxis veröffentlichten wir am 7. 5. 2008 die Ergebnisse.

Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik

 

Tübingen, 20. August 2009.
Auf der Suche nach Orientierung


Mehr dazu: http://www.kyb.mpg.de/de/press/2009/souman.html

 

Angelika Würzner

A.Wuerzner@gmx.de

Liepnitzstr. 16
10318 Berlin

Berlin, 16.12.2009

 

Herrn
Professor Dr. Heinrich Bülthoff
Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik
Abteilung Wahrnehmung, Kognition und Handlung
Tübingen
(als E-Mail)

 

 

 

Betrifft: Pressemitteilung vom 20. August 2009 „Auf der Suche nach Orientierung"

 

 

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bülthoff,

 

als ehrenamtliche Mitarbeiterin bin ich an der humankybernetischen Grundlagenforschung des eigenfinanzierten Forschungsteams Koerner/Ludewig – Berlin beteiligt. Herr Dr. med. Dipl. Ing. Herbert Koerner, praktizierender Orthopäde und Frau Dipl. Päd. Beate Ludewig, Trainerin im Hochleistungsbereich Schwimmen und heutige Bundestrainerin/Nachwuchs, forschen seit Jahren an einer dopingfreien Leistungssteigerung und der damit verbundenen wichtigsten Frage nach dem Ortungs- und Auftriebsverhalten des Menschen. In dieser Arbeit vernetzen sie die Disziplinen biologische Kybernetik, Bionik, Neurophysiologie, Psychologie und Quantenmechanik.
Vorweg sei angemerkt, dass das zuständige Ministerium kein Interesse an dieser effektiven Forschungsarbeit zeigte und die Bitte einer finanziellen Unterstützung, und damit die Ausweitung der Arbeit, abwies. Flexibilität in der Reagenz auf das Engagement Einzelner ist in dem System des bürokratisch verwalteten „Wissenschaftsstandortes Deutschland" nicht vorgesehen. Mit dieser Erfahrung muss man leben.
Frustrierend wirkt allerdings auf mich die Tatsache, dass ein namhaftes, angesehenes, finanziell gefördertes Institut, das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik, in einer Pressemitteilung vom 20.8.2009 eine Versuchsreihe als Forschungsnachweis publiziert, in welchem die Wissenschaftler ein sehr simples Bild menschlicher Wahrnehmungsleistungen entwerfen. Schnell kommen die Forscher zu dem Schluss, dass die Richtungsinformationen aus den Sinnesorganen ungenau sind und die Probanden, beim laufen mit verbundenen Augen, mehr oder weniger zufällig kreisförmige Laufstrecken entstehen lassen.
Hier stellt sich die Frage nach dem wissenschaftlichen Fundament einer Forschungsarbeit. Richtig, die zelluläre Feinregulation des menschlichen Körpers ist durch eine direkte physikalische Methode nicht messbar, aber muss man aus diesem Grund in die Extreme des Maschinenzeitalters zurück fallen? Der Mensch ist kein Ding, kein Ersatzteillager. Die Vernetzung der menschlichen Regelkreise ist ein Wunderwerk der Humankybernetik. Wie können Ihre Forscher von „Sinnesorganen" sprechen, wenn sie gleichermaßen die Summation dieser Informationen negieren? Eben diese Summation gibt den Ausschlag der Wahrnehmung. Will man das kreisförmige Laufen orientierungsloser Menschen widerlegen, so ist ein unebenes Gelände denkbar ungünstig für eine reelle Evaluation. Kleinste Unebenheiten des Bodens beeinträchtigen z.B. den „Tastsinn" der Füße, setzen Reize frei, die uns im Gang beeinflussen. Speziell für diesen Versuch hätte man aus diesen Gründen eine absolut ebene, glatte Fläche wählen müssen.
Die genannte Presseerklärung schildert eine sehr grobmaschige Forschung. Es ist nicht ersichtlich, ob die Forscher eine Bilateralität des Körpers, also eine angelegte Asymmetrie der Körperhälften berücksichtigen und somit in Betracht ziehen, dass das kreisförmige Laufen in der Orientierungslosigkeit auch als „Überlebensnavigator" dienen könnte.
Erlauben Sie mir, dass ich in kurzer Form die feinmaschigen Ergebnisse der Gruppe Koerner/Ludewig dagegen stelle. Mit dem Ausschalten der notwendigen Komplexität der Sinnesorgane und dadurch mit dem Ausschluss der Summation der Informationssignale im Versuchlabor werden Sie der Wahrnehmung und kognitiven Leistung des Menschen nicht auf den Grund gehen können.

 

Freundliche Grüße

 

 

Angelika Würzner

 

 

Was verbirgt sich hinter den Aussagen erfahrener Schwimmer, wenn sie „ueber das Wasser rutschen", „auf dem Wasser liegen", sich „leichter fuehlen"? Einbildungsgeist oder messbare Auftriebsveränderungen?

Der Hintergedanke zu diesem Experiment war, die Möglichkeit zu suchen, wie objektive Änderungen der Gravitationskräfte auf einen Organismus wirken und ihn sowohl in seiner Bilateralität, als auch in seinem Auftriebsverhalten beeinflussen
Die maximale und minimale Lungenvolumenaufnahme wurde in den Versuchen berücksichtigt. Offen bleibt derzeit die Frage, wie weit der Sauerstoffgehalt im Blut das Auftriebsverhalten beeinflusst.
Das von der Natur vorprogrammierte Ungleichgewicht beider Körperhaelften, anatomisch, physiologisch und steuerenergetisch, wurde im Wasser untersucht. Die Schwimmversuche lassen den Schluss zu, dass sich der lebende Organismus im Gravitationsfeld kybernetisch „abstützen" kann über einen NICHTMATERIELLEN STEUERUNGSPROZESS.
Auch im Bereich der Schwimmbekleidung werden neue Wege gesucht um den Reibungswiderstand des Wassers zu minimieren. Anlässlich des Weltcups 2004 in Berlin hielten die Trainerin Beate Ludewig und ich einen Vortrag über unsere Ergebnisse in der humankybernetischen Grundlagenforschung des Auftriebs- und Ortungsverhalten. Im Nachgang entbrannte eine Diskussion mit der Vertreterin eines auslaendischen Schwimmforschungszentrums. Schon damals war ich der Auffassung, dass die Entwicklung biodynamischer Schwimmanzüge die humankybernetisch gesteuerten Wasserauftriebskraft beeinflussen kann. Auch über die technische Umsetzung wurde zu diesem Zeitpunkt meinerseits sehr offen diskutiert.
Bestes Beispiel für eine Materialentwicklung ist die derzeitige Diskussion um den Schwimmanzug LZR Racer des australischen Ausrüsters Speedo. In vierjähriger Arbeit wurde mit Hilfe von Weltraumforschern ein Anzug entwickelt, durch dessen Einsatz bereits 17 Weltrekorde aufgestellt wurden. Derzeit wird geprüft, ob der Speedo-Anzug regelkonform ist. Doping des Materials? Welche physikalischen Einflüsse könnten eine Rolle spielen?
Ein Ansatz ist in der Bionik-Forschung zu finden. Der umstrittene österreichische Naturphilosoph, Erfinder und Wegbereiter der „freien Energie", VIKTOR SCHAUBERGER (1885-1958), beobachtete jahrzehntelang die Natur, so auch die Standforellen welche in der Lage ist, in reißenden Gebirgsbächen bewegungslos zu stehen und sich das Futter "arbeitslos" ins Maul schwimmen zu lassen. Er leitet diese Fähigkeit des Fisches mit der Umsetzung von Levitationsenergie ab, Levitation als Gegenstück zur Gravitation. Schauberger entwickelte eine naturnahe Technologie. Seine konstruierten Geräte zur Erzeugung von Energie oder zur Fortbewegung arbeiteten ohne Treibstoff, wie z.B. die Forellenturbine, die an die Funktionsweise der Kiemen einer Forelle angelehnt ist.
Der führende deutsche Bionik-Forscher DR. RUDOLF BANNASCH (TU Berlin), beschäftigt sich mit den perfekten Lösungen der Natur, um Technik zu verbessern. Er hat viele Jahre an Pinguinen geforscht und schwärmt von dem genialen Flügelantrieb der „Unterwasserflieger". Durch die angespannte Nahrungssituation müssen diese Wasservögel mit wenig Energie weit kommen. Als Ergebnis haben sich Wärmeisolation, Strömungswiderstand und Antrieb immer weiter verfeinert. Wenn sie durchs Wasser gleiten, haben Pinguine einen unglaublichen Widerstandsbeiwert (Cw-Wert) von ca. 0,03. Damit schlägt das Evolutionsprodukt alle mit Aufwand gestylten und von Menschen geformten Körper. (Autos etwa 0,25 – 0,5 und U-Bote etwa 0,1) Der derzeitige Erkenntnisstand in der Bionik sieht allerdings die Lösung in der biomechanischen Gesamtkonzeption der zu erforschenden Lebewesen.

Mein besonderer Dank gilt:

Frau Dipl. päd. Beate Ludewig und ihren Trainingsgruppen, besonders den Schwimmerinnen und Schwimmern Ralf Braun, Philipp Kernchen, Sven Lodziewski, Katrin Meißner, Anke Scholz, Stev Theloke und Sandra Völker!

 

DIE „UNTERWASSER- RAKETE" SAILFISH
Eine perfekte biokybernetische Konstruktion

Sechs Jahre um die Welt zu segeln heißt auch, sechs Jahre mit Tieren der Meere zu leben, ihnen nahe zu kommen, die geniale Anpassungsfähigkeit der Tiere an den „Lebensraum Wasser" zu untersuchen und somit Erkenntnisse zu gewinnen, die für meine Forschungsarbeit im Hochleistungssport von unschätzbarem Wert waren und sind. Form und Oberflächenstruktur eines Fisches sind logische biophysikalische Entwicklungen eines Vielzellers. Durch diese biokybernetisch angepasste Oberflächenstruktur kann eine optimale Umsetzung von zusätzlicher Vorschubleistung über die Wasserscherkräfte erreicht werden.

Meine Beobachtungen galten den submarine rocket unter den Fischen. Der Blue Marlin (Makaira nigricans) und der Black Marlin ((Makaira indica)) gehören zu den schnellsten Fischen der Welt. Doch die absolute „Unterwasserrakete", mit erreichbaren 110 km/h, ist der Sailfish (Istiophorus platypterus). Ausschlaggebend für diese Geschwindigkeit ist, dass durch ein leichtes Aufspreizen der großen Rückenflosse, und die damit verbundene Möglichkeit die Oberflächenscherkräfte zu vergrößern, ein hocheffizientes biologisches Triebwerk zugeschaltet werden kann. Eine maximale Vorschubleistung der Scherkräfte wird über die biokybernetische Abstimmung einer präzisen Faltung der Rückenflosse zum umschlossenen Wasservolumen erreicht.

Sailfish

Black Marlin

Bei Luftsprüngen des Segelfisches (Sailfish) reißen diese Scherkräfte ab. Die Vorspannungskraft der Steuerungsmuskulatur von der Rückenflossenbasis wird reflektorisch freigesetzt und diese entfaltet sich schlagartig zu einem großen Segel.

Das PILSGLASEXPERIMENT n. Koerner zeigt, dass der Widerstandsbeiwert (Cw-Wert) des Wassers massiv abnimmt, wenn ein Schwimmkörper in einem Glas sich von alleine zentriert. Dieses Experiment und der Nachweis eines NICHTMATERIELLEN STEUERUNGSPROZESSES bieten die biophysikalische und biokybernetische Erklärung, dass jede lebende Zelle im Wasser Signale mit einem Steuerungspotential aussenden kann, welches zellwandnah ein kontrolliertes Drehmoment der Wassermoleküle aktiviert. Die Summation der Drehmomente ergibt die für den Vorwärtsschub verantwortlichen Scherkräfte. Bei den Fischen passen sich Hautoberfläche und Flossen optimal den bioenergetisch gesteuerten Scherkräften an.

Hautoberfläche und Körperform der Fische sind das biokybernetische Produkt der Evolution im Wasser wobei die Scherkräfte den konstruktiven Feinaufbau der Fischhaut gestalten.

Hierbei stellt sich die Frage, ob das Wassermolekül als Dipol für die biomechanischen Funktionsaufträge und der asymmetrische, physikalische Quanteneffekt von Neutronen- und Elektronenstreuung beider Wasserstoffatome für die Informationsverarbeitung zuständig ist. Wie auch beim konstruktiven Aufbau der DNA deutet vieles darauf hin, dass die Wasserstoffatome als zentrale Informationsverteilung arbeiten.

Universal-Schaltrelais-Wasser


Die Schwimmhaut eines Fisches ist die logische biophysikalische Entwicklung eines Vielzellers, diese Wasserscherkräfte, über eine optimal angepasste und Schuppenstellung umzusetzen. Auch der Mensch trägt dieses Potential immer noch in abgeschwächter Form in sich. Dieses Potential könnte durch einen Anzug als „optimal angepasste Schwimmhaut" auch beim Leistungsschwimmer verstärkt werden.


ERSTVERÖFFENTLICHUNG: 7. MAI 2008

LETZTE ÄNDERUNG: 20. MAI 2009

Aktualisiert Januar 2017