Tauchphysiologie des Pottwals und der Lederschildkröte unter Berücksichtigung des Lennard-Jones-Potentials

Den derzeitigen Stand der Wissenschaft belegen die nachfolgenden Auszüge aus Veröffentlichungen. (2005 und 2011)

Pottwal

Zitat: Meeresbiologie 2005,Thieme, Pierre Tardent

"Die gesamte Körpertemperatur liegt bei einem Pottwal bei 37 Grad, die Temperatur seines Kopfpolsters dank Gefäß- und Gewebestrukturen nur bei 33 Grad, dabei ist das Walrat durchsichtig und flüssig. Bei einer Temperaturverringerung von 1-2 Grad färbt sich das Walrat milchig und verfestigt sich zu Wachs. Verstärkt wird dieses durch das Abstellen der Blutzirkulation. Je tiefer der Wal taucht, desto fester und dichter wird das Walrat (Wachs), weil es in größeren Tiefen immer kälter wird und der Druck zunimmt. Je tiefer er kommt, desto geringer wird das Volumen des Walrats und damit des Kopfes. Das Tier wird schwerer und kann so schneller absteigen...

...Wenn der Pottwal nach etwa 1 1/2 Stunden wieder auftauchen will, entleert er einfach nur seinen rechten Nasengang und koppelt die Blutgefäße wieder an. So erwärmt sich das Walrat wieder und dehnt sich aus. Der Pottwal steigt an die Oberfläche zurück. Nun bleibt der Pottwal 10-11 min. an der Oberfläche. Nachdem er 60-70 mal ein- und ausgeatmet hat, taucht er wieder hinab."

Lederschildkröte

Zitat: FAZ Wissen 09.09.2011, von DIEMUT KLÄRNER

Mit Lungenkollaps in die Tiefe

"Lederschildkröten lassen ihre Lunge beim Abtauchen kollabieren, um ohne große Anstrengung in die Tiefe sinken zu können. Das entdeckten Wissenschaftler um Sabrina Fossette und Adrian C. Gleiss von der Swansea University (“The Journal of Experimental Biology“, Bd. 213, S. 4074)...

...Dabei stellte sich heraus, dass sich abtauchende Lederschildkröten zunächst mit kraftvollen Schlägen ihrer Schwimmflossen mächtig ins Zeug legen. Fast einen halben Meter pro Sekunde dringen sie in die Tiefe vor. Allmählich werden ihre Schwimmbewegungen jedoch gemächlicher, bis die Tiere schließlich völlig anstrengungslos immer weiter hinabgleiten...

....Beim Auftauchen - bisweilen aus einer Tiefe von mehr als tausend Metern - müssen sie sich mühsam wieder nach oben arbeiten."

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Das Institut für angewandte Humankybernetik in Berlin legt bei der Ergebnisauswertung von biologischen Regelkreisen mit Rückmeldungs-Signallücken den besonderen Wert auf eine biokybernetisch-logische Hinterfragung, wie diese Regelkreise geschlossen werden könnten. 

Diese Herangehensweise wird auch in unserer umfangreichen  Schwimmforschung (2005-2009 in Berlin) dokumentiert. Der Schwerpunkt unserer Dokumentation mit Leistungsschwimmern des nationalen A-Kaders lag auf dem Ortungs- und Auftriebsverhalten in Stresssituationen und dem Einfluss des Mentalfaktors auf das Leistungspotential.

Wir kamen zu dem Ergebnis, dass der Wasserauftrieb durch eine körpernahe  Änderung der Wasserdichte über das Lennard-Jones-Potential, vom Schwimmer selbst unbewusst, gesteuert wird.

Die Biophysik der Wasserdichte des Lennard-Jones-Potentials in der Grenzflächenspannungs-Zone der Zellmembran