Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.

Galileo Galilei

 

Geht es um Operationen und Notfallmedikationen ist die Akutmedizin bestens bestellt, schöpfen wir aus einem exzellenten Wissenschaftspool. Diese, oft lebenserhaltenden Sofortmaßnahmen, dankt der Körper mit einer regeltechnischen „Eigennachsorge“, mit einem optimalen Selbstheilungsprogramm. Mehr und mehr interessieren sich Ärzte, Therapeuten, Wissenschaftler und  Ingenieure für die Fragen der Humankybernetik und sind damit diesen Selbstheilungskräften auf der Spur. Gibt es ein „körpereigenes www“? Können wir den Aufbau der Informationshierarchie im Web mit der Steuerungshierarchie der humankybernetischen Prozesse im Körper vergleichen? Patienten können sich in der heutigen Zeit weltweit sehr umfassend informieren. Das stellt uns, gerade bei chronischen Erkrankungen,  vor neue Herausforderungen und macht die  Auseinandersetzung mit den komplexen Zusammenhängen der funktionalen Humankybernetik so zwingend notwendig. Ärzte und Therapeuten sollten im Computerzeitalter in der Lage sein, medizinische Detailinformationen optimal zu vernetzen, um einen breiten Überblick über das diagnostische Gesamtgeschehen des Körpers zu erhalten. Das Wissen über den Aufbau der Steuerungshierarchie in der Humankybernetik zeigt uns den Weg, auch verborgen wirksame Störfaktoren zu hinterfragen, zu erkennen und zu entschlüsseln und ermöglicht in der Zukunft den Einsatz einer umfassenden Präventivmedizin. Die in letzter Zeit weltweit gewonnene Erkenntnis, dass die komplette Entzifferung der DNA sich mehr und mehr als ein „biologisches Hardware-Relais“ in der Biokybernetik herausschält, unterstreicht die funktional-humankybernetischen Forschungsergebnisse in der Atlasmedizin. Die funktionale Humankybernetik als neuer Wissenschaftszweig bietet in der theoretischen Auseinandersetzung ein breites Angriffsfeld, da die Wirkmechanismen der komplex ablaufenden Regulationen im menschlichen Körper physikalisch nicht immer nachweisbar sind.  Nur durch das Interesse der Ärzte und Therapeuten an der Angewandten Humankybernetik, also durch die Arbeit mit den Patienten, erfolgt eine Bewertung. Hierbei kann eine optimale Einflussnahme der zentral wirksamen Reflextherapie auf die externe und interne Informationsverarbeitung des Körpers nachgewiesen werden. Die in der atlasmedizinischen Prüfungsordnung vorgeschriebene Dokumentation von zwanzig Behandlungsfällen ermöglicht einen erfolgreichen Peer-Review.